CO₂-Kompensation von Unternehmen

CO₂-Kompensation von Unternehmen als Klimaschutzbeitrag

Im Zuge des Green Deals wurde das Ziel beschlossen, dass Deutschland bis 2050 komplett klimaneutral wird. Bis 2030 sollen die Emissionen gegenüber dem Jahr 1990 um mindestens die Hälfte gesenkt werden. Eine elementare Rolle beim Erreichen dieser ambitionierten Meilensteine spielen Unternehmen und Betriebe. An oberster Stelle steht bei diesen die Erhöhung der Energieeffizienz und die Reduktion aller vermeidbaren Treibhausgase. Lassen sich bestimmte Emissionen nicht umgehen, kommt die CO₂-Kompensation von Unternehmen zum Tragen.

Was aber bedeutet eine CO₂-Kompensation von Unternehmen, wie funktioniert diese und worauf gilt es dabei zu achten? Genau das haben wir uns von B+V Energie Consulting als Experten für Energieeffizienz in diesem Beitrag einmal näher angesehen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die CO₂-Kompensation von Unternehmen?

Bei der CO₂-Kompensation von Unternehmen handelt es sich um eine freiwillige Maßnahme. Indem diese in Projekte investieren, die eine äquivalente Menge an CO₂-Emissionen reduzieren, lassen sich die eigenen Treibhausgasemissionen ausgleichen.

Zu solchen Projekten einer CO₂-Kompensation von Unternehmen gehören unter anderem die Aufforstung von Wäldern, der Ausbau von erneuerbaren Energien oder Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz. Das Ziel der CO₂-Kompensation von Unternehmen ist es, die Netto-Treibhausgasemissionen eines Unternehmens zu senken, indem die Emissionen, die es verursacht, durch gleichwertige Einsparungen an anderer Stelle auszugleichen.

Wichtig bei der CO₂-Kompensation von Unternehmen ist es, einen seriösen Kompensationsanbieter zu finden, bei dem auch die Angebotsqualität und der Preis stimmen. Dazu hat das Umweltbundesamt Kriterien für die Beurteilung herausgegeben.

Bei der CO₂-Kompensation von Unternehmen gibt es in der Regel zwei Typen für die Kompensationszahlungen. Einerseits die Finanzierung von Klimaschutzprojekten über unter anderem atmosfair oder myClimate und anderseits der Kauf und das Löschen von Emissionszertifikaten aus dem Europäischen Emissionshandel (EU-ETS).

Vor der CO₂-Kompensation von Unternehmen ist es ratsam, eine Energieberatung in Anspruch zu nehmen, um zu schauen, an welcher Stelle sich die Energieeffizienz erhöhen lässt. Allen voran im Rahmen der Energieaudits werden nicht selten zahlreiche Potenziale offengelegt, an die man vorher nicht gedacht hat.

Wie funktioniert CO₂-Kompensation?

Die CO₂-Kompensation von Unternehmen funktioniert nach dem Prinzip, dass Treibhausgasemissionen, die an einem Ort verursacht werden, durch die Vermeidung einer äquivalenten Menge dieser Emissionen an einem anderen Ort ausgeglichen werden können.

Unternehmen und auch Einzelpersonen, die ihren CO₂-Fußabdruck kompensieren möchten, berechnen zunächst die Menge ihrer Emissionen, beispielsweise durch ihre Betriebsprozesse oder Reisen. Nachdem die Gesamtemissionen ermittelt sind, sollte das Unternehmen zunächst prüfen, ob die Emissionen durch z.B. Energieeinsparmaßnahmen reduziert werden können. Darauf folgt die Investition in Projekte, die Treibhausgase in einem Maße reduzieren, das diesen Gesamtemissionen entspricht.

Projekte für die CO₂-Kompensation von Unternehmen können sein:
• Aufforstung und Wiederaufforstung
• Erneuerbare Energien
• Energieeffizienzprojekte
• Methanfang in Deponien
• Schutz vor Entwaldung
• u. v. m.
Die Projekte zur CO₂-Kompensation von Unternehmen werden häufig von spezialisierten Organisationen oder Unternehmen angeboten und durchgeführt. Für die Glaubwürdigkeit und Transparenz ist es wichtig, dass die Kompensationsprojekte von unabhängigen Dritten zertifiziert und regelmäßig überprüft werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die projizierten Emissionsreduktionen tatsächlich erreicht werden und dass sie zusätzlich zu dem sind, was ohnehin passiert wäre. Dies verhindert „Doppelzählungen“ und garantiert, dass die Kompensation echte und nachhaltige Vorteile für das Klima bietet. Achten Sie daher bei der Auswahl auf die Zertifizierung nach internationalen Standards wie Verified Carbon Standard (VCS) oder der Gold Standard.

Was sind die Kosten für CO₂-Kompensation?

Die Kosten für eine CO₂-Kompensation von Unternehmen hängen von verschiedenen Faktoren wie dem aktuellen Preis, der jedes Jahr steigt, dem Projekt und vieles mehr ab. Gehen Sie für eine Tonne CO₂ von ca. 30 € aus.

CO₂-Kompensation von Unternehmen als letzter Schritt

Natürlich sollten CO₂-Kompensation von Unternehmen keinesfalls das Primärziel sein und immer am Ende aller einer Nachhaltigkeitsstrategie stehen. Die effektivste Klimaschutzmaßnahme ist es, seine eigenen Emissionen zu senken. Erst im Anschluss sollten Sie über die CO₂-Kompensation Ihres Unternehmens nachdenken, für all jene Ausstöße, die sich keinesfalls vermeiden lassen.

Haben Sie in diesem Zuge schon einmal über die Eigenstromerzeugung nachgedacht? So reduzieren Sie langfristig den Ausstoß von Treibhausgasen und sparen bei der Energiebeschaffung erheblich Kosten ein. Zeitgleich senken Sie die CO₂-Kompensation Ihres Unternehmens, die Sie freiwillig abgeben, um Ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wie das gelingt und was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie von unseren Spezialisten in einem persönlichen Gespräch.

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