Strompreisentwicklung

Strompreisentwicklung: Stromerzeugung im Jahr 2021

Die öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland im Jahr 2021:

  • Wind onshore 89,53 TWh entsprechend 18,2 %
  • Wind offshore 23,98 TWh entsprechend 4,9 %
  • Photovoltaik Netzeinspeisung 44,62 TWh entsprechend 9,1 %
  • Photovoltaik Selbstverbrauch 3,83 TWh entsprechend 0,8 %
  • Kernenergie 65,37 TWh entsprechend 13,3 %
  • Braunkohle 99,05 TWh entsprechend 20,2 %
  • Steinkohle 46,44 TWh entsprechend 9,5 %
  • Öl 1,44 TWh entsprechend 0,3 %
  • Gas 51,17 TWh entsprechend 10,4 %
  • Andere 2,5 TWh entsprechend 0,5%
  • Wasserkraft 19,4 TWh entsprechend 4,0 %
  • Biomasse 43,21 TWh entsprechend 8,8 %

Somit bestand der deutsche netto Strommix im Jahr 2021 zu 40,9 % aus fossilen Energieträgern, 13,3 % aus Kernenergie und 45,8 % aus Erneuerbaren Energien. Wir wollen Sie darüber  informieren, welche Faktoren  die Strompreisentwicklung beeinflussen und wie die Strompreise zusammengesetzt sind. Lesen Sie gerne weiter.

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Strompreisentwicklung und Zusammensetzung

Bestimmend für den Strompreis und die Strompreisentwicklung sind vier Faktoren:  Erzeugung und Vertrieb, die Steuern , die Kosten für das Stromnetz, Netzumlagen und die EEG-Umlage. Jeder dieser einzelnen Faktoren hat eine eigene Dynamik, wodurch die Strompreisentwicklung Schwankungen unterliegt. Die Faktoren Steuern und Umlagen bestimmen die Hälfte des Strompreises. Auch das deutliche Wachstum der Netzkosten nimmt Einfluss auf die Strompreisentwicklung.

Der Strompreis für einen durchschnittlichen Gewerbekunden setzt sich im Jahr 2021 aus mehreren Preiskomponenten zusammen:

  • Netzentgelt: 27 %
  • Messstellenbetrieb: 1 %
  • Konzessionsabgabe: 3 %
  • EEG-Umlage: 28 %
  • KWKG-, § 19-, AbLa- und Offshore-Umlage: 5 %
  • Stromsteuer: 9 %
  • Energiepreis: 27 %

Die EEG-Umlage hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 6,76 ct/kWh auf 6,50 ct/kWh reduziert. Die sonstigen Umlagen liegen im April 2021 bei 1,09 ct/kWh, eine Erhöhung zum Vorjahr, wo die Umlagen noch 1,01 ct/kWh betragen haben. Das durchschnittliche Nettonetzentgelt ist ebenfalls von 6,17 ct/kWh im Vorjahr auf 6,34 ct/kWh angestiegen. Da die Streuung beim Nettonetzentgelt sehr hoch ist, beschreibt das arithmetische Mittel nicht zwingend die tatsächliche Strompreisentwicklung.

TAGESAKTUELLE WERTE

STROMPREISENTWICKLUNG
STROM TERMINMARKTPREISENTWICKLUNG
STROM SPOTMARKTPREISENTWICKLUNG

Die Strompreisentwicklung für das Jahr 2022

Die Preise des Futures für das Lieferjahr 2022 ist an der Strombörse im Jahr 2021 sehr stark gestiegen. So notierte der Phelix-DE-Base-Year-Ahead-Future am Anfang des Jahres bei 50,92 Euro/MWh sowie Ende Dezember 2021 bei 219,88 Euro/MWh und verzeichnete somit im Jahresverlauf eine Steigerung von 332 %. Zwischenzeitlich schoss der Preis in der Spitze auf 324,60 €/MWh.

Das Jahr 2021 war von einer sehr angespannten und volatilen Marktsituation gekennzeichnet, welche überwiegend auf das derzeit begrenzte Gasangebot in Europa zurückzuführen ist. Bei einer hohen Gasnachfrage zur Verstromung sowie niedrigen Gasspeicherfüllraten aufgrund des letzten langen kalten Winters, hohen Gaspreisen im Sommer und gleichzeitig auf deutlich unter der Norm liegenden Stromerzeugung aus Windenergie sind die Großhandelspreise sehr stark gestiegen.

Die langfristige Nachhaltigkeit dieses extrem hohen Preisniveaus ist jedoch fraglich. Auf dem Gas- und Strom-Terminmarkt sehen wir für die Jahre 2023 und darüber hinaus ein deutlich niedrigeres Preisniveau. Sollte das Gasangebot, z.B. durch die bereits fertiggestellte Gaspipeline Nordstream 2 (+ 55Mrd. m³ Gas pro Jahr aus Russland), welche aktuell noch auf die finale Zertifizierung durch die Bundesnetzagentur wartet, steigen, so wird dies aller Voraussicht nach zu einem deutlichen Preisdruck am Gas und somit auch am Strommarkt führen.

Quellen: Fraunhofer ISE und Monitoringbericht 2021 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamtes

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